Sprachaufenthalt in London
Seit fast vier Wochen bin ich nun in London. Ich geniesse meine letzten Tage in dieser tollen Stadt, freue mich aber auf auf mein Zuhause. Die Zeit hier war anstrengend, aber auch sehr lehrreich. Und damit ist nicht nur die Sprache gemeint. Als ich geschrieben habe, ich würde mich auf mein Zuhause freuen, meinte ich das genau so. Mein Zuhause! Mit ist hier wieder einmal bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen kann, dass ich überhaupt ein Zuhause habe. In London sieht man an jeder Ecke obdachlose, bettelnde Menschen, teilweise in schlechtem Gesundheitszustand. Die Menschen gehen oftmals achtlos an ihnen vorbei. Umso mehr freuen sie sich, wenn man ihnen etwas Aufmerksamkeit schenkt, ihnen einen Tee bringt, fragt wie es ihnen geht, etwas Futter für den Hund kauft... Es braucht nicht viel. Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich damit deren Leben nicht verändere. Aber sich für einen Moment "menschlich" zu fühlen hilft ihnen vielleicht, ihre Situation etwas besser ertragen zu können.
Gentrifizierung ist ein wichtiger Begriff in London. Stadtteile werden aufgewertet, werden hip und cool, die Wohnungen werden teuerer und die ehemaligen Bewohner landen auf der Strasse, weil sie sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können. Es geht um Profit, oftmals auf den Schultern der Ärmsten. Diese Tendenzen gibt es überall auf der Welt, leider auch in der Schweiz. Aber wir können es ändern. Wir können uns dafür einsetzen, dass die weniger privilegierten Menschen ein würdiges Leben haben. Darum will ich mich auch in Zukunft bemühen. Ich freue mich auf den kommenden Wahlkampf und auf den Linksrutsch im Herbst!
Die ersten beiden Fotos zeigen übrigens die Lichtskulptur, welche 2016 oberhalb des Einganges zu der St. Stephen’s Hall im Houses of Parliament installiert wurde. Sie ist eine Erinnerung an alle Menschen, die sich für das Frauen - Stimm- und Wahlrecht in England eingesetzt haben.